eSport ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das Thema ist im Koalitionsvertrag enthalten und wird in den Medien immer präsenter. Da ist es nur logisch, dass mit dem German eSports Summit 2018 das erste große Panel Event in Deutschland stattgefunden hat.

Von Christian Hillefeld

Das Event wurde vom eSport-Bund Deutschland (ESBD) ins Leben gerufen und war Teil der Gamesweek 2018.

German eSport Summit 2018, Gamesweek 2018, Handofblood, Berlin, Amazing

v.l. Maurice Stückenschneider, Maximilian Knabe, Ralf Wirsing

Der Influencer Maximilian „HandofBlood“ Knabe führte durch das Programm, welches aus verschiedenen Vorträgen und Diskussionsrunden bestand. Dabei kamen nicht nur Brancheninsider zu Wort, sondern auch Politiker und Vertreter des traditionellen Sports.

Inhaltlich ging es vor allem um die Frage, ob und wie man den eSport in Deutschland professionalisieren und als Breitensport etablieren kann. Um das zu erreichen ist jedoch eine Anerkennung als Sportart nötig, denn nur so können auch bestehende Sportvereine den eSport unterstützen.

Und es besteht durchaus eine Nachfrage nach eSport-Angeboten in Vereinen. Diese verlieren seit einiger Zeit Mitglieder und könnten so für die Jugend wieder interessanter werden. Außerdem würde verhindert, dass nur alleine zuhause gespielt wird.

Der ehemalige Profispieler Maurice „Amazing“ Stückenschneider sagte, man müsse „eSport als soziales Projekt“ sehen. Die jungen Spieler könnten soziale Kontakte knüpfen und hätten mit dem Trainer eine Vertrauensperson, wie es in klassischen Sportarten schon lange der Fall ist.
Durch eSport-Vereine kann auch eine größere Popularität erreicht werden. Heutzutage sind die meisten professionellen Teams von Unternehmen gesponsert und haben keinen festen Sitz. Wenn die Vereine jedoch mit einer Stadt in Verbindung gebracht werden, kann man sich viel besser mit ihnen identifizieren.
All das fasste der League of Legends Kommentator Jona „JustJohnny“ Schmidt in seiner Rede zusammen.

Einen großen Anteil an der zunehmenden Professionalisierung des eSport haben in Deutschland die Bundesligavereine.
Dabei sticht vor allem der FC Schalke 04 heraus, der als einziges Team neben der Fußballsimulation FIFA auch ein Team in League of Legends aufgestellt hat.
Auch Herta BSC will ein FIFA-Team aufstellen und gründet dafür eine eigene eSport-Akademie. Dort sucht der Verein junge Talente die in einem Scouting gegeneinander antreten.


Der German eSport Summit hat gezeigt, dass durch konstruktive Diskussion zwischen Politik, klassischem Sport und dem ESBD eine gute Voraussetzung für den eSport in Deutschland gegeben ist und auch das öffentliche Interesse steigt. Wie genau die Entwicklung in den nächsten Jahren aussieht kann niemand sagen, trotzdem sagten die Teilnehmer am Ende, welche Entwicklungen sie erwarten.

 

Beitragsbild: Promo eSport-Bund Deutschland

Foto von Maria Manneck