Die Frage: „Wie bringe ich der heutigen Gesellschaft die Kunst des 15. Jahrhunderts näher?“ , haben sich die Veranstalter der Alten Münze Berlin gefragt und eine Antwort darauf gefunden.

Kunst mal anders

Zum Gedenken an den Künstler Hieronymus Bosch, zeigt die multimediale Ausstellung «Hieronymus Bosch: Visions Alive». Die Kunstwerke des Malers werden in den Räumlichkeiten der Alten Münze an die Wände projiziert und animiert.

 

 

Für gewöhnlich kann man auch mit Audio-Guide durch eine Gemäldegalerie laufen und sich das Wirken der ausgestellten Künstler erklären lassen. Diese multimediale Art, Kunst zu zeigen, bringt Besuchern den Künstler auf eine besondere Art näher. So war letztes Jahr Van Goghs audiovisuelle Ausstellung, in der Alten Münze, ein Highlight. Zu Hieronymus Bosch wären wahrscheinlich die wenigsten Kunstinteressierten freiwillig hingegangen, wenn ausschließlich seine Werke in Rahmen an den Wänden gehangen hätten. Seine Motivwahl sind nicht für einen kirchlichen Altar gedacht, vielmehr dienen sie der Unterhaltung des damaligen höfischen Publikums. Dies trifft nicht immer auf eine große Auffassungsgabe. Bosch kritisierte mit seiner Kunst nicht ausschließlich den Klerus, alle Stände unterzog er mit seiner Kritik.

Doch in der Alten Münze, sitzen zahlreiche Neugierige auf Sandsäcken in dunklen Räumen und bestaunen die angestrahlten Wände.

Über Hieronymus Bosch

Über Hieronymus Bosch ist wenig bekannt. Er wurde um 1450 im niederländischen ’s-Hertogenbosch geboren und gilt als ein zeitloser Künstler. Seine Arbeiten sind der Inbegriff des spätmittelalterlichen Weltbildes, wie auch zu interpretieren als Visionen der Moderne. Seine Werke sind in die Epoche der Renaissance einzuordnen. 1516 verstarb Bosch in seiner Geburtsstadt.

Auf einen Blick

Was: Hieronymus Bosch: Visions Alive

Wann: 06. Juli bis 31. Januar 2017

Wo: Alte Münze

Öffnungszeiten: Montags bis Sonntags von 10 bis 20 Uhr

Eintritt: 12,50 Euro, ermäßigt 9,50 Euro