Letzte Woche haben wir uns bereits mit Magic Potion und den Truckfighters, über Fördermöglichkeiten unterhalten, die junge Musiker in Schweden wahrnehmen können. Doch welche Förderinstitutionen gibt es? Ein Vergleich.

Auf der offiziellen Webseite Schwedens, kann man sich in einer audiovisuellen Grafik anschauen “Why Sweden Rocks” und was das Land für die Erhaltung dieser These tut. In der Tat ist das einiges:

“Why Sweden Rocks” – Förderinstitutionen im hohen Norden

Das Swedish Arts Council und das Musikverket fördern regelmäßig Künstler, Events und Programme, welche die Musikindustrie stärken sollen. Im internationalen Showcasen von jungen Talenten ist Schweden, wie alle Nordischen Länder, im Nordic Music Export Programme (NOMEX) aktiv. Hier sind sie mit Export Music Sweden vertreten. Dadurch werden unter anderem Touren und Auftritte auf dem Reeperbahn Festival, dem South By Southwest Festival, oder auch die von NOMEX initiierten Ja Ja Ja Events ermöglicht. Kulturförderung findet auch auf anderen Gebieten statt: Sensus Sweden zum Beispiel, unterstützt zusätzlich Bands mit Proberäumen und Instrumenten, wie es im Interview mit Magnus Pejlert zu hören ist.

Förderprogramme in Deutschland –  Weniger breit aufgestellt als in Schweden?

Auch in Deutschland gibt es staatliche Förderprogramme. Dazu gehören unter anderem die Initiative Musik, das Musicboard in Berlin, oder Anlaufstellen zum Netzwerken, wie der Musikpool. Tatsächlich ist das Angebot auf verschiedenen Ebenen so vielfältig, dass es eine Institiution  gibt, die einen Überblick verschafft. Was Struktur-, Künstler-, Tour- und Festivalförderung betrifft, hat Deutschland dementsprechend ein ähnlich vielfältiges Angebot wie Schweden.

Worin unterscheiden sich Schwedens und Deutschlands Förderinstitutionen letztendlich?

Dies lässt sich auf Grund der großen Anzahl an Institutionen nicht pauschal beantworten. So gibt es in beiden Ländern Instanzen, die sich mit ähnlichen Bereichen der Musikwirtschaft und Künstlerförderung befassen. Was auffällt ist jedoch, dass Schweden besonders intensiv den Fokus auf Musikexport legt.

Woran das liegt, hört ihr hier in Teil II zum Thema Musikförderung Schweden: Dieses Mal im Gespräch mit Magnus Pejlert von Sensus Sweden und Lisa-Marie Janke vom Musicboard Berlin.

Vom Schwedischen Bildungssystem und der Förderung von Musikexport könnte sich die deutsche Politik und Musikwirtschaft also gerne etwas abschauen.

Bild: Emelie Asplund/imagebank.sweden.se