Das Musikbusiness entwickelt sich seit Jahren in eine Richtung, in der Labels immer unwichtiger und die Künstler selbständiger werden. Von seiner Sicht auf diesen Wandel berichtet der englische Musiker und Produzent Chris Clancy im Interview.

Während eine Albumproduktion in den 80ern ohne Labels unmöglich gewesen wäre, können viele Bands heute auf diese Unterstützung verzichten. Nur mit einem Computer und Aufnahmesoftware ausgestattet, lässt sich professionell klingende Musik zuhause produzieren. So sind die Kosten von mehreren tausend auf einige hundert Euro gesunken.

Durch Plattformen wie Spotify und iTunes haben sich neue Vertriebswege gefunden, auf denen Künstler ihre Musik veröffentlichen können. Dazu gestalten sich Fan-Kontakt und Werbung seit dem Aufkommen von sozialen Netzwerken einfacher und direkter. In Foren geben sich Musiker gegenseitig Tipps und Förderprogramme wie Musicpool oder Musicboard bieten unter anderem finanzielle Unterstützung, günstige Proberäume und Workshops an. All das ermöglicht den Künstlern die Aufgaben, für die früher ein Label verantwortlich war, selbst zu übernehmen.

Von 2009 bis 2011 war Chris Clancy mit seiner Metal Band Mutiny Within bei Roadrunner Records unter Vertrag. Nach der Trennung vom Label und einer vierjährigen Pause arbeitet er momentan am dritten Album der Gruppe. Im Gespräch mit Horst.FM erzählt er von seinen persönlichen Erfahrungen in der Musikindustrie und verrät, worauf man heutzutage als Nachwuchskünstler achten sollte.

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