Creative Heads of Berlin

500 Euro Preisgeld, Vertreter der Kreativindustrie und ein riesiges Buffet; dazu ein neues Konzept für Studentenveranstaltungen und die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu knüpfen.

Hört sich nach einem guten Grundgerüst an? Das war es auch. Der Name „Creative Heads of Berlin“ kurz CHOB, ist ein passender Titel für solch eine Veranstaltung. Trotzdem blieb der große Zulauf der Studierenden aus. Doch warum?

Das Konzept hörte sich vielversprechend an. Dennoch zeichnet sich eine erfolgreiche Veranstaltung nicht nur durch ihre Konzeption aus. Es gehört noch einiges mehr dazu! Zum einen muss die Kommunikation nach außen, in Form von Werbung und Informationsverteilung – online sowie offline – stimmen. Dafür wurden Plakate aufgehängt und Flyer in unserer Hochschule verteilt. Allerdings stiftete dies wohl mehr Verwirrung, als es tatsächlich Fragen beantwortete. Des weiteren mussten die Online-Medien mit eingebunden werden. Die Werbung auf Facebook erfolgte eher sporadisch. Seit dem Erstellungstag der Veranstaltung im Januar wurden lediglich zehn “Postings“ veröffentlicht und auf der offiziellen Website (www.creativeheadsofberlin.de) ließ sich als außenstehender nur schwer erschließen, worum es eigentlich geht.

Leben mit virtuellen fesseln

An besagtem Veranstaltungsabend wird das Programm vorgestellt. Das Event beginnt mit einer Podiumsdiskussion, bestehend aus Vertretern der Kreativbranche. Derweil finden sich 2 Teams zusammen. „Leben mit virtuellen Fesseln“ – dieses Motto müssen die Teilnehmer eigens für sich interpretieren und in interdisziplinären Teams ausarbeiten und präsentieren. In ihrer Umsetzung sind sie dabei vollends frei.Es stehen vier Stunden zur Verfügung. Alles ist möglich. Doch was genau heißt „alles ist möglich“? Soll ich mich auf die Bühne stellen und einfach drauf los reden, während hinter mir eine Diashow läuft? Muss ich die gegebenen Materialien benutzen? „Alles ist möglich“ ist zwar eine schöne Idee um den kreativen Teilnehmern keine Grenzen zu setzen, dennoch klingt es im Bereich einer solchen Veranstaltung zu vage. Es hätte zumindest ein paar Anhaltspunkte für die Teilnehmer geben sollen.

Auch hinter den Vorhängen kam es an dem Abend zu Unstimmigkeiten. Lag das an der Kommunikation innerhalb des Teams? Durch ein Gespräch mit einigen Veranstaltern kam heraus, dass die Gruppendynamik ab dem ersten Tag an eher mangelhaft war. Es fehlte an Motivation und Ehrgeiz, sich in das Projekt einzubringen. Aber mit derartigen Einstellungen werden wir sicherlich auch im späteren Berufsleben konfrontiert.

Aus Fehlern lernen

Was können wir aus diesem Event lernen? Einiges. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass wir als Studierende auch Rückschläge hinnehmen, damit wir frühzeitig lernen damit richtig umzugehen. Scheitern ist nichts Schlimmes, im Gegenteil: Wir sind Lernende und sollten nicht davon ausgehen, dass alles, was wir anfassen auch zu Gold wird. Wohl jeder scheitert einmal in seinem Leben: Und das Scheitern während der Studienzeit ist die wohl sicherste Zeit für dieses.