„Wenn man eine gutsitzende Jeans trägt, dann sieht immer alles fresh aus“ – Hanne Kulka

-Von Yagmur Cellik

 

Immer mehr junge Kreative zieht es nach Berlin. Schon seit einigen Jahren versucht sich das „Dicke B“ als Modemetropole zu etablieren. In BeFemale interviewt Yagmur Cellik jede Woche Frauen, die Berlin als Standort für ihre kreative Selbstverwirklichung gewählt haben.

Heute ist die 24-jährige Auszubildende zur Handelsassistentin bei Zara und Urberlinerin Hanne Kulka an der Reihe der Strecke.

Hanne, du bist Urberliner. Hast aber zwischenzeitlich in München gewohnt. Wieso zog es dich zurück in deine Heimat?

Hanne: Mit München bin nicht richtig warm geworden. Ich habe hier Freunde und Familie. Berlin passt einfach von der Mentalität, dem Stadtbild, den Leuten und der Kultur besser zu mir.

Du hast deine Aus- und Fortbildung zur Handelsassistentin bei Zara gerade hinter dich gebracht. Hat bei dir in der Ausbildungszeit eine Wandlung stattgefunden?

Hanne: Die Tatsache, dass ich in der Ausbildungszeit in Hamburg und München gewohnt habe, hat mich als Person sehr verändert. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt und musste mich in verschiedenen Teams, Standorten und Filialen zurechtfinden. Dadurch, dass ich mit diesen ganzen neuen Menschen kommuniziert und meinen Platz in der jeweiligen Gruppe immer gefunden habe, bin ich in dieser Zeit viel selbstbewusster geworden.

 

Hast du Berlin in deiner Ausbildungszeit und nach deinem Umzug zurück in deine Heimat noch einmal neu kennengelernt?

Hanne: Meine Persönlichkeit hat eine Veränderung in den drei Jahren vollzogen. Mir sind nun andere Werte wichtiger und ich habe neue Interessen entwickelt. Durch diesen Wandel habe ich auch viele interessante Menschen kennengelernt.

 

Hat sich dein Stil verändert?

Hanne: Früher war mir Mode wichtig, aber ich habe mich eher nach der Masse gerichtet. Inzwischen ist das nicht mehr so. Ich habe in der Zeit viel mehr zu mir selbst gefunden. Ich trage nur noch Kleidung, die zu mir passt und in der ich mich wohlfühle.

 

Du kennst dich mit jeder einzelner Faser und dem Vertriebsweg der Klamotten aus. Kannst du überhaupt noch privat Kleidung sehen?

Hanne: Ich glaube das ist der Grund dafür, warum mein Modeinteresse etwas nachgelassen hat. Wenn Kleidung einen jeden Tag beruflich umgibt, dann braucht man privat ein wenig Abstand davon.

 

Was hast du heute an?

Hanne: Ich habe weiße Nikes an. Ich kenne das Modell nicht einmal (lacht). Dazu noch weiße Socken, eine blaue Second Hand Levis Jeans, ein weißes T-Shirt und eine schwarze Lederjacke.

Was sind deine Lieblingskleidungsstücke für den kommenden Sommer?

Hanne: Ich liebe Levis Jeans in jeglichem Format. Egal, ob Shorts oder lange Jeans. Die kann man immer lässig kombinieren und ich muss mir so keinen Kopf um mein Outfit machen. Wenn man eine gutsitzende Jeans trägt, dann sieht immer alles fresh aus.

 

Bild: Yagmur Cellik