Für Fans der Serie Game Of Thrones war der 24. April wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest. Die sechste Staffel ist endlich an den Start gegangen.

Das bedeutet, dass nicht nur die Sozialen Medien in den nächsten zehn Wochen mit Spoilern und Analysen überfüllt sind, sondern auch jeglicher Smalltalk davon bestimmt wird. Gehört ihr zu den Fans, werden das vermutlich großartige Wochen. Für die Gegenseite ist diese Zeit ein einziges Lächeln und Nicken, während die anderen darüber reden.

-Von Melanie Gerges

 

Wenn ihr Teil der Gespräche sein wollt, aber keine Lust habt, die letzten fünf Staffeln nachzuholen, sind hier 7 Gesprächsthemen, über die ihr euch mit „Game of Thrones“-Fans unterhalten könnt. Natürlich ohne eine einzige Folge gesehen zu haben.

  • Die deutsche Synchronisation: Viele Fans sehen die Serie in der Originalversion. Einer der Gründe dafür ist, dass die deutsche Version Orte und Namen der Charaktere übersetzt. So wird aus John Snow John Schnee und aus den Greyjoys die Graufreuds. Dass diese Änderungen wenig sinnvoll scheinen, lässt sich auch begründen, ohne die Charaktere zu kennen.

 

  • George R. R. Martin: Nachdem der Buchautor, auf dessen Büchern die Serie basiert, die Deadline der Abgabe verpasst hat, erschien die sechste Staffel vor dem Buch. Jene, die die Bücher vor der Serie gelesen haben, werden sich bei diesem Thema vermutlich in Rage reden. Sie sind nicht mehr allen anderen voraus und können somit auch nur spekulieren wie es weitergeht.

 

  • Die Lieblingsfolge: Wer verheimlicht, die Serie nie gesehen zu haben und trotzdem mitreden will, wird die Frage nach der Lieblingsfolge früher oder später beantworten müssen. Um ein zögerndes Stottern zu vermeiden, reichen zwei Worte „Red Wedding“. Diese Antwort ist sehr häufig und verlangt keine Nachfragen. Wegen ihrer hohen Todesrate kann die Folge alternativ auch als die schlimmste bezeichnet werden.

 

  • Das Ende der Serie: Bei einem Gespräch über „Game of Thrones“ kommt keiner um die Spekulationen herum, wie die Serie endet, und wer den „Thron“ erobern wird. Wer selbst keine Ahnung von der Serie hat, ist auf der sicheren Seite indem er sich am Autor orientiert. Diesem zufolge soll das Ende der Fantasy-Reihe im Stile von „Herr der Ringe“ sein, also weder ein komplettes Happy End, noch ein tragisches Finale. Erfahrungsgemäß kann man davon ausgehen, dass viele der derzeit beliebten Charaktere das Ende gar nicht miterleben werden.

 

  • Donald Trump: Für die meisten Fans der Serie wird das Satirevideo „Winter is trumping“ zwar nichts Neues sein. Für die Unwissenden verdeutlicht es, dass die Serie politisch relevante Themen wie Migration, Krieg und Machtmissbrauch thematisiert.

 

  • Der Hype: Auch wenn ihr selbst kein Teil davon seid, könnt ihr trotzdem darüber sprechen, wie groß und teilweise skurril die Fanbase der Serie ist. Mittlerweile kann man sich zum Beispiel den Toilettensitz zum Iron Throne umgestalten. Touren zu den Drehorten werden auch angeboten.

 

  • Spoiler: Wer auf die Gespräche keine Lust hat und das Thema wechseln will, gibt einfach vor, noch nicht so weit zu sein, oder beruft sich auf Spoilergefahr. Zwar schiebt ihr so das Thema nur vor euch her, kurzfristig ist es aber ein gutes Ausweichmanöver.

Bild:Rob Obsidian ( CC BY 2.0 )