Die Freibäder in Berlin haben wieder geöffnet und die Temperaturen klettern über die 20°C Marke. Erdbeereis, Volleyball und der Duft nach Sonnencreme und Chlor – der Hauptstadtsommer hat begonnen. Ob baden zum Beat im Haubentaucher und Badeschiff, oder einfach nur plantschen im Olympia-Bad. Berlin hat an Freibädern einiges zu bieten. Pünktlich zur Saison stellt sich die Frage: Wo springen Profischwimmer und Hobbytaucher da eigentlich hinein?

-Von Chiara Ksienzyk

Chemische Reaktion von Urin und Chlor kann gefährlich werden

Dass Haare, Hautschuppen und andere Körperausscheidungen fester Bestandteil von Schwimmbadwasser sind, ist nichts Neues. Auch nicht, dass der Chlorgeruch in Schwimmbädern durch die chemische Reaktion von Chlor und organischen Verbindungen entsteht. Chlor wird genutzt, um die Bakterien, die im Wasser umher schwimmen, zu neutralisieren. Jetzt haben Wissenschaftler von der American Chemical Society in einer Studie herausgefunden, dass  Urin in Kontakt mit gechlortem Wasser chemische Abfallprodukte (Chlorcyan und Stickstoffchlorid ) entstehen lässt, die für den Körper gefährlich sind.

Pinkelpolizei als Lösung

Genau so schnell wie diese Studie aufgetaucht ist, gibt es auch wieder Entwarnung. Die Stoffe sind nur in einer sehr hohen Konzentration schädlich. Um diese zu erreichen, müssten unglaublich viele Badegäste ihren Gang zur Toilette in den Pool verlagern.

Entlarven kann man die Beckenpinkler, indem ein Stoff ins Wasser gegeben wird, der sich bei Kontakt mit Urin bunt verfärbt. So wie im Hollywood Streifen „Kindsköpfe“. Die Bestrafung für den Pipi-Patzer übernimmt dann eine, eigens von den Bäderbetrieben eingestellte, Pinkelpolizei. Wie könnten die Strafen gegen die Wasserlasser aussehen? Die Redaktion von HorstFM hat sich für Euch auf den Straßen Berlins umgehört.

Hört selbst:

Video: SonyPicturesGermany – Youtube
Foto: Matt Deavenport, (CC-BY-ND 2.0)