Das aus Japan die verrücktesten Ideen und Erfindungen kommen, ist mittlerweile keine Neuheit mehr. Aus Japan kennt man entweder den neuesten Hightech oder Technologie, die die meisten zum Kopfschütteln bringt. Doch nun kommt etwas, das momentan beides zum Vorschein bringt:
Der VR-Sexanzug! Für umgerechnet knapp 351 €,- bekommt man den „Liebes-Anzug“  von der Firma Tenga direkt in die Wohung geliefert.

Doch wie genau soll dieses Wunderwerk der Technik überhaupt funktionieren? Das ist relativ simpel: Ein weißer Neoprenanzug ist mit Sensoren und Gurten ausgestattet, die über die Haut elektrische Impulse senden. Zum Verwöhn-Programm gehört auch eine VR Brille, die mit dem Anzug verbunden wird. Das Besondere am Anzug, ist  aber die Vorrichtung auf Brusthöhe, sowie ein Gerät welches in der Schamgegend seinen Platz findet. Hier soll der Penis eingeführt werden. Zur Reinigung des Anzuges wurde sich bisher noch nicht geäußert; schön wird das aber bestimmt nicht.

Da kann doch nicht´s Gutes bei ´rumkommen

Im Internet sind die Meinungen zum Sexanzug (wie bei allen anderen Themen auch) sehr unterschiedlich. Zum einen gibt es Menschen, die mit solch einer Erfindung, den kompletten Untergang der Zwischenmenschlichkeit sehen. Womit sie auch nicht unbedingt falsch liegen. Der Westen sowie auch Japan haben schon seit Jahrzehnten mit einem Bevölkerungsrückgang zu kämpfen. In Japan ist es sogar noch schlimmer als in Europa. Hier gibt es die sogenannte „Otaku“ Szene, also Menschen, die neben der Arbeit, so gut wie nie ihre Wohnung verlassen. Folglich wird es für diese Menschen auch immer schwerer Kontakte aufzubauen, da zwar mit Menschen kommuniziert wird, dies aber meistens ausschließlich digital. Hier könnte der Sexanzug zwar den Bedürfnissen helfen, jedoch Menschen nur noch weniger Grund geben, das Haus zu verlassen.

Aber es kann doch nicht alles schlecht sein, oder?!

Auf der anderen Seite ist der Sexanzug schon ausverkauft; bedeutet dass er auf jeden Fall einigen Anklang findet. Und warum auch nicht? Sexualität ist zwar (leider) immer noch ein sehr heikles Thema über das keiner sprechen will, aber man sollte mittlerweile verstanden haben, dass jeder Mensch andere Interessen und Fetische hat, wenn es  um Sex  geht. Das ist auch das gute Recht eines freien Bürgers und sollte auf keinen Fall denunziert werden. Wahrscheinlich wird der Anzug, Sex nie vollständig ersetzen können; wird also eher in der Kategorie Sexspielzeug enden. Zwischen Masturbieren mit einem Spielzeug und dieser, etwas teureren Variante, dürfte es also kaum nennenswerte Unterschiede geben.

Für Ihn – Ja ; Für Sie – Nein

So interessant (oder auch nicht) das klingt, muss beachten, dass es diesen Anzug – momentan – nur für Männer gibt. Schade eigentlich; Frauen müssen bis auf weiteres auf High-Tech-Orgasmen verzichten. Falls sich die Japaner entscheiden ein passendes Pendant zu entwickeln, werdet ihr es hier als erste erfahren.

Bei Youtube könnt ihr euch das Anzug-Video ansehen.

Bild: Maurizio Pesce (CC BY 2.0)